EINE WELT LADEN FÜRTH

Faire Fürth-Uhr

Der Weltladen Fürth wird 40 Jahre alt! Für unser Jubiläum haben wir uns etwas ganz Besonderes
überlegt:
Die Fürth-Uhr!

Das Design entstand in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Liliana, die in der Werkstatt “Oxidos” arbeitet. Oxidos bedeutet übersetzt so viel wie “Die Rostigen” und ist eine Kunsthandwerkswerkstatt in Bogotá (Kolumbien). Ursprünglich rief die Fairhandelsorganisation Globo die Partnerschaft mit Oxidos ins Leben, um Jugendlichen, insbesondere Straßenkindern, die Altmetall sammeln, zu helfen und ihnen das Alteisen abzukaufen, um neue Dekoartikel daraus zu produzieren.
Heute ist die Werkstatt zum Erfolgsmodell geworden:
Immer mehr Jugendliche können dort eine Ausbildung und im Anschluss eine Festanstellung erhalten. Neben fairen Arbeitslöhnen zahlt die Organisation eine Versicherung für ärztliche Versorgung und Rente und beteiligt alle Mitarbeiter*innen an den jährlichen Gewinnen. Mit sogenannten “Satellit”-Arbeitsstellen ist es auch schwangeren Frauen möglich, leichtere Arbeiten von zuhause aus zu erledigen und so unter dem Schutz des Betriebs zu bleiben. Seit über 8 Jahren fertigt die Werkstatt nun Pendeluhren und Metalldekor aus Altmetall. Künstlerin Liliana hat auch die Fürth-Uhr entworfen.

Seit 2020 nimmt sich Oxidos in Zusammenarbeit mit Globo und Weltläden in Deutschland einem neuen Projekt an: Den Städteuhren.

Wir sind stolz darauf, dass der Weltladen Fürth zu den ersten in Deutschland gehört, die ihre eigene Uhr anbieten können – ganz frisch eingetroffen aus Kolumbien!

Handgefertigte Klänge

13. - 19. Dezember 2021

Jede Klangschale ist ein Einzelstück: Handgetrieben und aus einer ganz bestimmten Mischung von Metallen, überwiegend aus Kupfer und Zinn. Kupfer und Zinn ergeben zusammen Bronze und das macht zwischen 95 und 98 Prozent einer Klangschale aus. Das restliche Metall ergänzen  Zink, Eisen, Vanadium, Titan und Mangan, seltener auch Bismut, Antimon und Cobalt. Eine Klangschale kann so schon mal aus 7 bis 12 unterschiedlichen Metallen bestehen. Die Zusammensetzung ist ausschlaggebend für die Klangdauer der Schale.

Handgefertigt werden die Klangschalen in Nepal unter dem Dach der Fairhandelsorganisation Mahaguthi – Craft with a Conscience. Wie in Nepal üblich übernehmen dort teilweise buddhistische oder hinduistische Gemeinschaften soziale Aufgaben, die der Staat nicht wahrnimmt.

So gründete der Gandhi-Schüler Mr. Tulshi Mehat Shrestha bereits 1924 einen Ashram, der sozial benachteiligten Frauen ein Zuhause und Schulbildung bot. Aus diesem Ashram ging dann die Organisation Mahaguthi – Craft with a Conscience hervor, die sich von Anfang an den Grundsätzen des Fairen Handels verpflichtet hat und 1993 überdies die Gründung der nationalen Fairtrade-Organisation in Nepal veranlasste.

Die Handwerker*innen werden pro Stück bezahlt und zusätzlich mit 10 Prozent am Gewinn der Organisation beteiligt. Außerdem haben sie Anrecht auf Schulgeld für 2 Kinder, medizinische Versorgung, günstige Kleinkredite sowie diverse Ausbildungsmöglichkeiten.

Eine weitere Besonderheit der Organisation ist die ethnische Vielfalt: Die ca. 1200 Menschen, die unter dem Dach von Mahaguthi arbeiten, gehören zu insgesamt 35 verschiedenen Völkern. Im Ashram selbst leben 45 Frauen mit ihren Kindern, vor allem Verstoßene und Witwen.

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Weihnachten für Augen und Nase

06. - 12. Dezember 2021

Diese Teelichthalter aus Holz haben eine Besonderheit, die für die Augen nicht erkennbar ist: Sie duften nach weihnachtlichem Zimt. Denn als Holz für die kleinen Laternen dient fein duftende Zimtrinde. So verströmen sie einen angenehmen winterlichen Duft und schaffen eine Wohlfühlatmosphäre durch Kerzenlicht und einem Hauch von Plätzchen und Weihnachten.

Gefertigt werden die Zimtteelichthalter von der vietnamesischen Fairhandelsorganisation Craft Link. Die Organisation wurde 1997 gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, besonders benachteiligte Kunsthandwerker*innen zu fördern. Heute arbeitet die Organisation mit über 50 Produzent*innengruppen zusammen, von denen 70 Prozent ethnischen Minderheiten angehören. Auch wenn Craft Link selbst ihren Sitz in der Hauptstadt Hanoi hat, arbeiten viele der Produzent*innen in Familienbetrieben und Kleinunternehmen in traditionell geprägten Kunsthandwerkerdörfern.

Die Kunsthandwerker*innen erhalten alle eine wirtschaftliche Grundausbildung und bei Bedarf eine Vorauszahlung von 40-70 Prozent für ihre Produkte. Für das Design der Produkte gibt es eine extra Abteilung und die Produzent*innen können sich beraten lassen, um dem anspruchsvollen Exportmarkt gerecht zu werden.

Einmal jährlich treffen sich alle Produzent*innen auf einer von Craft Link organisierten Kunsthandwerkermesse in Hanoi, wo sie selbst ihre Produkte anbieten und verkaufen können.

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Winterzauber

Die Adventszeit hat begonnen – und um Ihnen ein angenehmes Einkaufen zu ermöglichen, haben wir an den Samstagen im Dezember unsere Öffnungszeiten erweitert: 

Am 4.12, 11.12 und 18.12 haben wir jeweils von 10 bis 20 Uhr geöffnet, auch am Heiligabend, 24.12. sind wir für letzte Geschenkideen von 10 bis 14 Uhr für Sie da. (Bitte beachten Sie: am 31.12. ist das WELTHAUS geschlossen!)

Zu unserem Winterzauber zum dritten Advent – am Freitag, 10.12. von 15 bis 20 Uhr und am Samstag, 11.12. von 10 bis 20 Uhr warten im Welthaus-Hof besondere Geschenkideen aus aller Welt auf Sie: 

Mützen und Handschuhe aus Alpaka, Taschen, Filzprodukte und Seidenschals aus Indien (azadi).
Liebevolle Accessoires und Puppenkleider, die die Werkstatt St. Michael gefertigt hat, geben wir zugunsten einer Spende für azadi ab. 

Bitte beachten Sie im Innen- und Außenverkauf die jeweils gültigen Abstands- und Hygieneregeln! Wir wünschen allen Kundinnen und Kunden eine schöne Adventszeit, Frohe Weihnachten und ein gesundes Neues Jahr!

Gesprächsrunde Ozean #3

22.11.21 | 19:30-20:30 Uhr

3. Montag im Themenmonat Ozean der Pazifik-Infostelle mit der Umweltorganisation beachcleaner

Anne Mäusbacher berichtet von ihrer Organisation, ihrer Arbeit, ihrer Ziele:

Unsere Initiative leistet Aufklärungsarbeit über die dramatische Plastikentwicklung in unseren Meeren und der Umwelt, bietet einfache Alternativen zu Plastik und initiiert Projekte, die die Zerstörung unserer Öko-Systeme durch Plastikmüll verhindert.

Auch das Buch “Kids for the ocean” hilft bei der Bildungsarbeit – erschienen bei der Pazifik-Infostelle und ausleihbar über die Eine Welt-Station Fürth Mediathek.

Infos zum Buch: www.pazifik-infostelle.org/shop/artikel/kids.html

Zu Gast:

Anne Mäusebacher (Gründerin beach cleaner)

Kostenfrei, Zugang über Zoom

Zoom-Meeting beitreten: Link

Meeting-ID: 950 6080 3107

Kenncode: 776869

Es werde Licht!

08. - 14. November 2021

Pünktlich zur dunklen Jahreszeit haben wir unseren Bestand an Kerzen aufgestockt. Die Faire Kerze von Gepa. Die Kerzen sind handgegossen und werden aus überwiegend nachhaltigem Palmöl in Indonesien gefertigt. Ein positiver Nebeneffekt der Handarbeit ist es, dass mehr Menschen eine Beschäftigung bei dem indonesischen Kerzenproduzenten Wax Industri finden.

Die Herstellung der Kerzen erfordert ein umfassendes Wissen. Das flüssige Palmwachs gießen die Frauen in verschiedene Formen. Mit viel Einfallsreichtum halten die Produzentinnen das Wachs flüssig und wärmen die Formen vor. Das ist nötig, damit das die Kerzen gleichmäßig abkühlen und somit keine Risse bekommen. Die Herstellung von glatten Kerzen ist besonders aufwendig: Die Temperatur darf kaum von einem bestimmten Wert abweichen. Wenn sie fest geworden sind, wird von Hand noch eine Kerbe in den Boden gemacht, damit sie besser stehen und die Kerzen werden poliert, bis sie glänzen.

Bio-Wachs ist in Java leider noch nicht erhältlich, aber zumindest auf einen nachhaltigen, zertifizierten Anbau achtet der der Geschäftsführer Ong Wen Ping. Gegenüber Paraffin haben Kerzen außerdem den Vorteil, dass sie formstabiler sind, weniger rußen und eine höhere Brenndauer haben.

Die Wachsverarbeitung hat in Indonesien übrigens eine lange Tradition: Zwar werden aufgrund der warmen Temperaturen kaum Kerzen in den Haushalten, aber Batik-Technik, bei der flüssiges Wachs mit Kännchen auf Textilien aufgebracht wird, hat eine Jahrtausende alte Tradition. Deshalb hat die UNESCO es auch zum lebendigen Kulturerbe erklärt.

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Kampagnenstart “Einfach mal abschalten?!”

Kampagne zu Digitalisierung & Suffizienz startet heute!

Digitalisierung verändert das Leben aller Menschen (direkt oder indirekt) und das in allen Bereichen. Sie beeinflusst, wie wir lernen, kommunizieren, arbeiten, konsumieren und unsere Freizeit verbringen.

Aufgrund der breiten aufgestellten Auswirkungen lässt sich schwer beurteilen, ob die Chancen den Risiken überwiegen. Sicherlich fallen euch gleich mehrere Vorteile ein, die die Digitalisierung mit Smartphones und Internet mit sich bringen und wahrscheinlich auch ein paar Risiken, angefangen mit dem Rohstoff und Energieverbrauch bis hin zu Arbeitsplatzverluste durch Roboter oder IT-gestützte Verfahren.

Für die so zwingend notwendige sozial-ökologische Transformation kann Digitalisierung ein wichtiger Motor sein, doch die Entwicklung muss gestaltet werden, hin zu einer fairen Digitalisierung, damit auch die Menschen aus dem Globalen Süden von der Entwicklung gleichermaßen profitieren.

Wir haben ein Programm für Sie vorbereitet, dass aus mehreren Angeboten besteht:

  • wöchentlich am Mittwoch erscheinen auf unseren Sozialen Netzwerken Tipps für suffiziente Handynutzung für Endnutzer*innen
  • zwei verfügbare FÖN-Touren in Fürth, welche über die App Actionbound verfügbar ist
  • Am 17.11. wird ein neuer Kurs auf unserem Virtuellen Lernort Weltladen erscheinen, der das Thema “Digitale Transformation” für Interessierte gut und interaktiv aufbereitet! 

Projektseite/Informationen zu FÖN-Touren

Virtueller Lernort Weltladen Fürth: 

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Herbstlicher Geschmack aus aller Welt

01. - 07. November 2021

Wie schmeckt er, der Herbst? Eine Idee davon fängt Life Earth mit seinem Kürbisgewürz für Hokkaido und seinem Pilzgewürz „Waldzwerge“ ein. Seit 2015 gibt es die kleine Gewürzmanufaktur in der Steiermark. Die Gewürze stammen buchstäblich aus (fast) aller Welt: Zu den Zulieferländern gehören Sri Lanka, Indien, Madagaskar, Peru und auch europäische Länder. Alle Produzent*innen werden sorgfältig ausgewählt und vor Ort besucht, sodass die Menschen hinter den Produkten auch Gesichter bekommen. Alle Gewürze sind nach den internationalen Fairtrade-Standards zertifiziert. Auch regionale Blüten und Kräuter kommen bei der Produktion zum Einsatz.

Die Gewürzmischungen wurden sorgfältig mit der Hilfe internationaler Köche und Expert*innen zusammengestellt. Damit auch andere die vielfältigen Kulturen und Küchen erleben können, bietet Life Earth mittlerweile auch Reisen an – selbstverständlich nach fairen und nachhaltigen Standards und in enger Zusammenarbeit mit den Einheimischen vor Ort.

Außerdem gehört ein Verein zu Life Earth, der Bildungs-, Gesundheits- und Technikprojekte in Afrika fördert. Dazu gehören Projekte wie der Bau von Photovoltaik für ein Krankenhaus, die Anschaffung von Laptops für eine Schule, Gründung einer Kaffeekooperative und viele mehr.

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Programmhinweis

Dieses Jahr neu im Programm: VHS-Kurse

Durch die Kooperation mit der VHS, die zudem die erste faire VHS werden will, werden wir dieses Jahr neu Veranstaltungen über deren Programm anbieten.

Start war der 5.10. mit einem Kurs zu Gütesiegeln und Marken im Handel (Bio, Fair, Regional), weiter geht es mit Umweltbildungsthemen und Stadtführungen. Genauere Termine entnehmen Sie bitte dem VHS-Programm oder unserem Veranstaltungskalender.

Bitte melden Sie sich zu unseren VHS-Kursen über die Website der VHS bis zu 4 Tage vorher an, damit wir die Veranstaltungen, die dann bei uns im Welthaus stattfinden, besser planen können. Wir freuen uns auf Sie!

Hier kommen Sie direkt zum Programm der VHS

Warme Füße in dänisch-nepalesischem Stil

25. - 31. Oktober 2021

Wer im Winter warme Füße haben möchte, tut gut daran, sich ein Vorbild an den Dänen zu nehmen: Und daher könnten die Egos Slippers genau das richtige sein. Die bequemen Hausschuhe entstehen nach dänischem Design und Vorbild in Nepal und werden in 100 Prozent sorgfältiger Handarbeit hergestellt.

Die rohe Wolle wird zuerst mit umweltfreundlichen Farben gefärbt und dann mithilfe von Meereswasser zu Schuhen verfilzt. Das Meereswasser sorgt dafür, dass sich die Wollfasern miteinander verweben und verfilzen. Anschließend trocknen die Schuhe in der Sonne. Der Fertigungsprozess ist so aufwendig, dass ein Handwerker pro Tag gerade mal zwei Paar Egos Schuhe fertigen kann.

Die Organisation egos arbeitet eng mit lokalen NGOs zusammen und unterstützt so eine Frauenhilfsorganisation, ein Waisenhaus und viele andere Projekte.

Die Wolle ist ein gutes Ausgangsmaterial für Schuhe. Sie ist atmungsaktiv, sodass die Füße sich weder zu warm noch zu kalt anfühlen, absorbiert Feuchtigkeit und hat einen natürlichen Schmutzschutz dank des in der Wolle enthaltenen Fettes. Die Egos Slippers lassen sich bei 30 Grad im Wollprogramm der Waschmaschine sogar waschen.

Aber das Unternehmen versucht stetig, seine Mäuse fairer zu machen, indem es Bauteile regional oder aus Ländern mit hohen Sozial- und Umweltstandards erwirbt und kämpft sich so mit Teilerfolgen näher an sein Ziel: Eine vollständig faire Computermaus.

Dazu gehört es auch, dass die Mäuse nicht etwa im Ausland, sondern in der Integrationswerkstatt Retex in Regensburg gefertigt werden.

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