EINE WELT LADEN FÜRTH

Wette angenommen – Fürth kickt die Tonnen!

Die Klimawette zeigt spielerisch auf, wie jeder und jede einfach einen großen Beitrag für den Klimaschutz leisten kann. Fürth nimmt die Herausforderung an und beteiligt sich an der bundesweiten Aktion mit einer eigenen Klimawette. Bis zur Weltklimakonferenz in Glasgow sollen durch die Fürther Bürgerinnen und Bürger 1927 Tonnen CO2 eingespart werden.

Um was wird gewettet?
Bluepingu e.V. und der Weltladen Fürth wollen 1,5 % der Bevölkerung in Fürth, das sind 1927 Menschen, gewinnen, die je eine Tonnen CO2 bis zum 1.11.2021 einsparen. Sollte dieses Ziel erreicht werden, werden wir ein kleines Fest für die CO2 – Sparer*innen passend mit dem Motto „All we need is less CO2 !“ veranstalten.

Was können Sie dabei tun?
Bei der Klimawette zählt der Beitrag des Einzelnen doppelt, denn die Teilnahme kann auf zwei Wegen geschehen:
Zum einen kann man mit der kostenlosen Anwendung „CO2-Avatar“ aus einer Liste von 20 wirksamen Alltagsmaßnahmen einen eigenen Vorsatz für den Sommer aussuchen: vom LED-Lampentausch über den fleischfreien Monat oder den autofreien Arbeitsweg bis hin zum „Balkonkraftwerk“. Die CO2-Einsparung innerhalb des Wettzeitraumes wird dann bei der Klimawette erfasst. Vor Ablauf des Wettzeitraums werden die Teilnehmer*innen nochmals an den Vorsatz erinnert.
Zum anderen ermöglichen solidarische Spenden für Klimaschutzprojekte von gemeinnützigen Organisationen weitere CO2-Einsparungen. Auf der Webseite www.dieklimawette.de stehen hierzu sechs Projekte zur Auswahl: von Aufforstung in Borneo über Solaranlagen in Äthiopien bis hin zu Pflanzenkohle in Europa.

Wo steht die Stadt Fürth?
Für zusätzliche Spannung sorgt die bundesweite CO2-Städteliga der Klimawette. Auf der Webseite www.dieklimawette.de/co2-staedteliga kann jeder und jede den Spielstand verfolgen und sehen, wo Fürth im Vergleich zu anderen Städten steht.

Frischer Wind aus Indonesien

12. - 18. Juli 2021

In schönen bunten Farben strahlen die Fächer, die die Fairhandelsorganisation Arum Dalu Mekar im Umland von Jogjakarta produzieren lässt. Die Fächer sind aus Bambus und Baumwolle hergestellt. Das Unternehmen fördert speziell Menschen mit geringen Bildungschancen und setzt sich für den Erhalt des traditionellen Handwerks ein.

Die Organisation fungiert insbesondere als Schnittstelle zwischen dem Markt in Übersee und kleinen, dörflichen Handwerksbetrieben. Zu den Sozialleistungen, die es zahlt, gehören neben Mutterschutz, bezahltem Urlaub und der Lohnfortzahlung auch bei Krankheit die Übernahme von Schulgebühren und Kosten von Grundnahrungsmitteln.

Fünf feste Mitarbeiter*innen beschäftigt das Unternehmen und mit insgesamt 12 Handwerksgruppen arbeitet es zusammen. Übrigens: Seit 2019 liegt das Kerngeschäft in der Herstellung nachhaltiger Särge.

Körbe ganz natürlich und handgefertigt

05. - 11. Juli 2021

Für die Herstellung der Körbe verwenden die rund 1500 Kunsthandwerker*innen von Dhaka Handicrafts ausschließlich Naturmaterialien wie Kaisa-Gras, Maisblätter, Jute, Baumwolle oder Dattel-Palmblätter und bei einigen Exemplaren außerdem recyceltes Plastik.

Die hier präsentierten Körbe bestehen zum Beispiel aus Dattel-Palmblättern. Das Unternehmen mit Non-Profit-Ansatz und Sitz in Dhaka (Bangladesh) setzt sich für vielfältige soziale, ökologische und ökonomische Projekte ein:

  • Menschen aus ländlichen Gegenden werden bei Vermarktung und Export ihrer Produkte unterstützt.
  • Multiplikator*innen erhalten ein Gender-Training, um als Ansprechpartner*innen für Geschlechtergerechtigkeit da zu sein.
  • Frauen werden bestärkt, in Führungspositionen zu gehen, und erhalten außerdem besondere Leistungen während Schwangerschaft und Mutterschutz.
  • Gesundheitszentren, regelmäßige Gesundheitschecks und Schulungenüber Gesundheitsthemen leisten einen wichtigen Beitrag zur Vorsorge.
  • Kinder bekommen Schulstipendien finanziert.
  • Dhaka Handicrafts führt Aufforstungsprogramme durch.
  • Rohstofftransporte werden gemeinschaftlich organisiert, wodurch Transportkosten und Emissionen eingespart werden.
  • Für die Produzent*innen gibt es zinsfreie Vorfinanzierungen der Produkte und Fonds für Kleinkredite.

Mit Reissäcken picknicken gehen

28. Juni - 04. Juli 2021

Zwei Botschaften hat das Unternehmen Rice&Carry im Gepäck:
Wir müssen etwas gegen die wachsende Menge Plastikmüll global und in Sri Lanka unternehmen, dort fehlt es aber häufig an Möglichkeiten, den Müll zu vermeiden oder zu recyceln.

Für Frauen in Sri Lanka gibt es einen Mangel an Beschäftigungsmöglichkeiten.
Zur Lösung von beiden Problemen möchte das Unternehmen beitragen: Die Kühltaschen, Picknickdecken und anderen Produkte bestehen aus upgecycelten Reissäcken. Mit der Produktion haben Frauen vor Ort einen stabilen und familienfreundlichen Arbeitsplatz.

Mittlerweile berichtet das Unternehmen stolz, dass es 60 000 Reis- und Jutesäcke und 120 000 Plastikflaschen sammelt jährlich und 40 Frauen einen Arbeitsplatz bietet. Zum Teil arbeiten sie auch von zuhause aus.

Das Herz der Produktion liegt in Komari, einem kleinen Dorf an der Ostküste Sri Lankas. Dort arbeitet ein zwölfköpfiges Team, die die Heimarbeit koordinieren, Schulungen anbieten und neue Designs entwickeln. Einige der Näherinnen sind schon von Anfang an, seit das Unternehmen 2012 gegründet wurde, dabei. Über den untenstehenden Link finden Sie kurze Porträts einiger Mitarbeiterinnen.

Wie wollen Sie Ihr Wasser trinken?

21. - 27. Juni 2021

Die Dopper-Flaschen sagen dem Einweg-Plastik den Kampf an und wollen so einen Beitrag zum Schutz der Meere vor Plastikmüll beitragen. Die Flasche ist 2in1: Flasche und Trinkbecher in einem. Es gibt sie in Edelstahl, Glas oder Plastik, unisoliert oder isoliert. Das Plastik, so das Firmenversprechen, ist vollständig recycelbar.

Um das Engagement für menschenwürdiges Leben und eine saubere Umwelt noch auszuweiten, spendet dopper auch an Wasserprojekte und hat eigene Projekte in Nepal ins Leben gerufen. Mithilfe von Trinkwasserstellen und der Einrichtung sanitärer Anlagen soll den Menschen vor Ort endlich sauberes Trinkwasser zur Verfügung stehen.

Um der Meeresverschmutzung entgegenzuwirken, bietet dopper auch verschiedene Bildungsprogramme an und geht in die Schulen, um über Plastikmüll und Ozeane aufzuklären.

Mit Kunstprojekten wie einem Aquarium mit Plastikmüll oder einer Brooklyn-Bridge aus Plastikflaschen möchte dopper auf die Probleme aufmerksam.

Mehr spannende Projekte & Weitere Infos

Von Bienen und Menschen aus Lateinamerika

14. - 20. Juni2021

Nicht selten ist Honig ein umstrittenes Produkt im Fairen Handel, denn: Warum etwas importieren, was es hier auch gibt? Tatsache ist aber, dass der in Deutschland produzierte Honig gerade mal 30 Prozent des Honigbedarfs deckt.

Für die Produzent*innen ist der Honig ein Nebenprodukt, das sowieso anfällt und für sie daher ein gutes Nebeneinkommen finanziert. Damit der Honig aber nicht nur ein soziales, sondern auch ein Umweltschutzprodukt ist, hat die Fairhandelsorganisation Gepa mit ihren Produzent*innen nun das Honigsortiment komplett umgestellt: Die Honigsorten sind nun ausschließlich bio und außerdem klimaneutral. Soll heißen:

  • Die Bienenkästen bestehen nur aus Naturmaterialien
  • Der Bienenkönigin werden nicht die Flügel beschnitten, um sie und ihr Volk am Ausschwärmen zu hindern
  • Die Bienen werden nur mit Biozucker gefüttert oder behalten einen Teil ihres Honigs als Nahrung
  • Die Bienenstöcke brauchen einen ausreichenden Mindestabstand zu landwirtschaftlichen Intensivkulturen
  • Handelsgerechtigkeit und Klimagerechtigkeit sind untrennbar, argumentiert die Gepa. Deshalb produziert sie das Honigsortiment auch vollständig klimaneutral. Alle anfallenden Emissionen von der Produktion bis in den Handel werden kompensiert.

Auch die Handelspartner*innen vor Ort spüren die Klimakrise deutlich: So hat sich die Zeit der Honigernte um einige Monate verschoben und der Ertrag ist deutlich zurückgegangen. Um den Problemen entgegenzuwirken, gibt es beispielsweise in Guaya´b ein großes Aufforstungsprojekt mit einer Baumschule mit 7000 Bäumen. Das fördert die Artenvielfalt und bietet den Bienen gleichzeitig vielfältige Blüten zum Bestäuben.

Wenn Sie mehr erfahren wollen über das Honigsortiment der Gepa, finden Sie auf der Website auch zahlreiche weitere Infos sowie Interviews und Videos zu den Produzent*innen vor Ort.

Foutas für die Badesaison

07. - 13. Juni2021

Fouta ist der tunesische Name für ein Badetuch, das in der traditionellen Hamman-Badekultur verwendet wird. Hamam ist ein orientalisches Badehaus. Zur Badekur gehören das traditionelle Dampfbad, eine Bürsten- und Seifenschaummassage und rituelle Waschungen. Der Besuch im Hamam erfolgt nach immer dem gleichen Ritual.

Das besondere an den Foutas ist: Sie sind sehr saugfähig und leicht und trocknen sehr schnell. Gefertigt werden die Foutas von Karawan Authentic in Südindien in einem kleinen Familienbetrieb der Familie Visu. Insgesamt 35 Mitarbeiter*innen beschäftigt die Familie, darunter 25 Frauen.

Die Arbeitsräume sind hell und mit Erste-Hilfe-Sets und Feuerlöschern ausgestattet. Den Mitarbeiter*innen stehen frisches Wasser und getrennte Toiletten für Männer und Frauen zur Verfügung – keine Selbstverständlichkeit im Land, ebensowenig wie die Sozial- und Rentenversicherung, die die Familie Visu ihren Mitarbeiter*innen zahlt.

25 Mitarbeiter*innen arbeiten in der Produktion, alle Foutas werden handgewebt. 10 weitere sind im Bereich Marketing und Verwaltung beschäftigt.

Die verwendete Baumwolle ist GOTS-zertifiziert, spricht sie stammt aus sozial verantwortlichem Bio-Anbau.

Die Verwendung des Foutas sind vielfältig: Es kann als Bade- und Saunatuch eingesetzt werden, aber auch als Sarong getragen oder als Tischdecke oder Sofaüberwurf verwendet werden.

Dritte Online Waldgesprächsrunde

Klimagerechtigkeit durch Waldschutz

08.06.2021 | 19:30-21:00 Uhr

Der Schutz der biologischen Vielfalt der Wälder trägt zum einen zum Speichern des Kohlenstoffs, zum anderen aber auch zur Armutsminderung und zum Erhalt der Lebensgrundlagen vieler Menschen bei, insbesondere indigener und lokaler Gemeinschaften. Weltweit sind etwa 300 Millionen Menschen direkt vom Wald abhängig, etwa 60 Millionen von ihnen gehören zu indigenen Völkern, die unmittelbar im, vom und mit dem Wald leben. Ihr Leben und Überleben hängt direkt vom Wald ab und sie pflegen eine besondere Beziehung zum Wald. Die Gesprächsrunde will den Fokus auf mutmachende Projekte legen und den Austausch fördern, was jede*r von uns für mehr Klimagerechtigkeit tun kann.

Julia Schmidt wird aus Kolumbien von einem Bildungsprojekt erzählen, in dem sie mit der lokalen Bevölkerung mittels VR-Aufnahmen ihr Dorf, welches umgesiedelt werden soll, als virtuelle Erinnerung speichern lässt und dadurch auch Anderen die Zerstörung mittels VR-Brille begehbar macht.

Auch in Deutschland setzen sich Peter Naumann und Mitarbeitende im Bergwaldprojekt für Klimaschutzprojekte und Bildungsarbeit ein, um Menschen den Wald(-schutz) näher zu bringen.

Die Agroforstwirtschaft ist ein System wie gesunde Wälder und Lebensmittelproduktion vereinbar sein können und eine mögliche Lösung für effizienten Klimaschutz. Frau Fischer/Herr Wielgoss stellen das vorbildliche Projekt von Peru Puro vor, welches Chuncho-Kakao in Mischkulturen im Regenwald anbaut – und das biologisch und fair gehandelt.

Direkt von der Situation der Indigenen im Amazonasbecken wird uns Dr. Rainer Putz vom Regenwaldladen berichten und uns aufzeigen, wie angewandte Projektarbeit mit der indigenen Bevölkerung direkt zu mehr Klimagerechtigkeit beitragen kann. Seit über 30 Jahren baut er mit der lokalen indigenen Bevölkerung Brasiliens ein Sortiment aus Kosmetik und Handwerkswaren auf, dessen Verarbeitung und Verpackung komplett im Regenwald organisiert werden.  

Zu Gast:

Kostenfrei, Zugang über Zoom

Zoom-Meeting beitreten: Link

Meeting-ID: 839 4722 1593

Kenncode: 584868

Mate, Kalebasse und Bombilla in der Bewegung der Landlosen

31. Mai - 06. Juni 2021

Woraus trinken Sie Ihren Mate-Tee? In Lateinamerika wird Mate traditionell in einer Kalebasse mit Bombilla getrunken. Eine Kalebasse ist ein ausgehöhlter und getrockneter Flaschenkürbis, der als Trink- oder Transportgefäß verwendet wird. Er ist schon seit Uhrzeiten bekannt. Bombilla leitet sich vom spanischen bombear ab, was so viel wie “pumpen” bedeutet: Die Bombilla ist ein Trinkröhrchen mit kleinem Sieb am Ende, das beim Trinken das verhindern soll, dass die Teeblätter mitgetrunken werden.

Unser Matetee samt Kalebasse und Bombilla wird von brasilianischen Kleinbäuer*innen im Bundesstaat Paraná verarbeitet. Die Anlage gehört einer Gruppe von Siedler*innen, die allesamt Mitglied der Movimento Sem Terra, also der Bewegung brasilianischen Landlosen. Ziel der Bewegung ist eine Agrarreform und eine Umverteilung des brasilianischen Landbesitzs: Zur Entstehung der Bewegung in den 80ern gehörten in Brasilien gerade mal 10 Prozent der Bevölkerung 80 Prozent des Landes. Große Teile davon lagen brach oder wurden kaum genutzt.

Als die politischen Forderungen unbeachtet blieben, half die Bewegung hundertausenden land- und besitzlosen Brasilianer*innen, das ungenutzte Land zu besetzen und gesetzlich abgesicherte Landrechte zu erhalten. In “Assentamentos”, wie die Siedlungen hießen, wirtschaften die Siedler*innen gemeinsam. Über 100 Kooperativen haben sich dort gegründet.

Die Ungerechtigkeit der Landverteilung in Brasilien besteht allerdings fort. Deshalb organisiert die Movimento Sem Terra auch heute noch politische Aktionen, Öffentlichkeitsarbeit und Demonstrationen für eine gerechtere Politik.

Ein Teil des Erlöses wie dem der Mateproduktion werden zur Finanzierung solcher Maßnahmen genutzt. Außerdem gehen Teile des Gewinns auch in soziale Projekte.

Wilder Aji-Chili

24. - 30. Mai 2021

Ein kleiner Familienbetrieb in Puerto Maldonado im Peruanischen Amazonastiefland sammelt den wilden Aji-Chili und legt die kleinen kugelrunden gelben und roten Chilis in Essig ein.

Die kleinen Gläschen beinhalten Aji Charapita, eine nur unter Kenner*innen bekannte Chilisorte, die derzeit als die teuerste der Welt gilt. Es lässt sich vermuten, dass er schon zu den Zeiten der Inka und Atzteken Anwendung fand.

Seine ursprüngliche Heimat ist im Norden Perus, also dort, wo einige Peruaner*innen ihn auch heute noch für den Regenwaldladen sammeln.

Bei der Herstellung können sie von der gesamten Wertschöpfung profitieren, denn alle Arbeitsschritte bis hin zum Einlegen im Essig und Verpacken finden vor Ort statt. Erst dann macht sich der Aji-Chili auf den Weg nach Europa.

Hier kann das wilde Produkt zur Verfeinerung von Soßen, in Dips oder Pasten gut verwendet werden. Eine Paste aus mit Knoblauch, Öl und Zwiebeln kann zum Beispiel gut zu Heilbutt oder Steinbutt serviert werden.